| Trag' den kugelsicheren Bart, verstecke so mein Gesicht |
| Zieh' den Hoodie über den Kopf, hoff', die Jungs erkennen mich nicht |
| Ich leb' als Geist im Körper eines toten Kerls, schreib' die Wörter in ein |
| rotes Meer |
| Doch treib' nie fort, denn das Floß ist schwer — und so sink' ich, |
| so ertrink' ich |
| Denn als ich begann, war Musik meine einzige Chance aus diese Verderben |
| In einer Gegend, wo Jungen Verbrechen begehen, nur um Männer zu werden |
| In einer Gegend, wo Berge aus Schulden bestehen — es gibt nichts zu erben |
| Die Sehnsucht nach Gott ist so groß, denn man hat hier mehr Angst vor dem Leben |
| als davor, zu sterben |
| Musik war wie ein Ventil, aber auf den zweiten Blick |
| Wurde das Seil, das mich aus dem Dreck ziehen sollte, zu meinem Strick |
| Bricht dein Genick, alles, woran du geglaubt hast, zerfällt |
| Bis du erkennst: alles, was wirklich wertvoll ist, kann man nicht kaufen mit |
| all ihrem Geld |
| Guck, ich hab' lang genug gelitten, lang genug versucht |
| Dass die anderen mich lieben, doch mir scheint, ich bin zu verflucht |
| Jede Hand, die ich hinaufzog, zog mich jedes Mal tief |
| In den Abgrund, so bleib' ich lieber ganz allein im Exil |
| Im Exil! Im Exil! |
| Fernab von jedem, der mich sieht |
| Ganz allein im Exil! Im Exil! |
| Nur ich allein mit meiner Musik |
| Eh, im Exil! |
| Die Sonne sieht mich nicht bei Tag, der Mond sieht mich nicht bei Nacht |
| Der Zorn machte mich nicht stark, die Liebe machte mich nicht schwach |
| Habe alles nur noch verschlimmert jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich’s |
| richtig mach' |
| Aber kam immer wieder nur noch stärker zurück, wenn sie dachten, |
| dass ich’s nicht schaff' |
| Machte Probleme der anderen zu meinen eigenen für meine Brüder |
| Beschmutzte mein' sauberen Namen mit ewigem Dreck dieser unreinen Lügner |
| Keine Seife der Welt macht mein schlechtes Gewissen so rein wie es früher war |
| Bis ich nicht eigenhändig ihre Angst und ihr Blut an mein' Fäusten gespürt hab' |
| Herz aus Stein, um mich rum ist alles gläsern |
| Viele sind lang schon tot, aber sterben erst Jahre später |
| Ihr Leben ist 'ne Bitch, die dich während ihrer Periode fickt, aber sagt, |
| sie ist Jungfrau |
| Und hast du einmal nicht deine Deckung vorm Gesicht, kann es sein, |
| dass 'ne Priese dich umhaut |
| Musik war wie ein Ventil, fern vom Schein und dem Klunker |
| Diese Welt macht Angst je mehr ich von ihr seh', darum schreib' ich allein in |
| mei’m Bunker |
| Blute die Wörter heraus, die Tropfen, sie fallen hinunter |
| Für den, der es schreibt, sind es Wunden, für den, der es hört, sind es Wunder |
| Guck, ich hab' lang genug gelitten, lang genug versucht |
| Dass die anderen mich lieben, doch mir scheint, ich bin zu verflucht |
| Jede Hand, die ich hinaufzog, zog mich jedes Mal tief |
| In den Abgrund, so bleib' ich lieber ganz allein im Exil |
| Im Exil! Im Exil! |
| Fernab von jedem, der mich sieht |
| Ganz allein im Exil! Im Exil! |
| Nur ich allein mit meiner Musik |
| Eh, im Exil! |