| Würd ich die Welt regier’n, bauten die Nazi alle Asylheime |
| Damit sie fühlen, was wir fühlen, Chaye |
| Und Kreideumrisse von Leichen verwandeln sich in Acrylkreide |
| Die Erde dreht sich für alle wie 'ne Vinylscheibe |
| Kriegskinder werden nicht geweckt wegen Streugewehr’n |
| Sondern von bunten Lichtern aus tausend Feuerwerken |
| Damit die Kerzen, die sie seh’n, nur auf 'ner Torte sind |
| Und nicht an dem Ort, wo ihre Familys gestorben sind |
| Ich wünschte, Reiche betteln, aber nicht um Nahrung |
| Arme Menschen gehen vorbei und spenden ihnen Erfahrung |
| Spenden Empathie, um die Welt aus ihrem Leib zu seh’n |
| Denn oft sind es die Ärmsten, die dir am meisten geben |
| Wünschte mir so sehr, der Krebs wäre nur ein Tier |
| Das in Frieden leben möchte, so wie wir |
| Und nicht der Grund, weshalb ein Mensch wieder stirbt |
| Denn schon wieder wird wer Unschuldiges diagnostiziert |
| Ich wünschte mir so vieles, was wir hier brauchen |
| Wünschte, Religion schaffe nur Liebe und auch Vertrauen |
| Nonnen tauschen Kopftücher mit meinen Schwestern im Glauben |
| Doch leider sieht die Realität ganz anders aus |
| Ich wünschte, dass die Leute raffen: |
| Die Ausländer, die geflohen sind, flohen nicht ohne Sinn, sondern vor deutschen |
| Waffen |
| Ich wünschte, weniger nehmen und mehr zu geben |
| Wir würden uns mehr helfen statt zu haten |
| Denn du hasst Schwule, Lesben, jeden, der anders ist im System |
| Doch keiner von denen nahm uns durch Attentate das Leben, oder? |
| Wir haben tausende echte große Probleme |
| Statt zu urteil’n, wie andre in Frieden lieben und leben, Bruder |
| Ich wünschte, dass wir lernen: Uns macht dieses Geld nicht reich |
| Denn wahrer Reichtum bleibt unsre Menschlichkeit |
| Wir lernten Fliegen wie Vögel, Schwimmen wie 'n Delfin |
| Aber uns so wie Brüder zu lieben lernten wir nie |
| Wünschte, meine Sünden wär'n vergeben |
| Denn zu wünschen, ich hätte sie nie begang’n, kritisiert Gottes Weg |
| Wünschte, korrupte Bullen verschwinden zusamm’n mit Kriminell’n |
| Und tauschen Plätze mit Unschuldigen in den Zell’n |
| Wünschte, Politiker hätten ein bisschen Empathie |
| Weil wir nicht ihn’n, sondern sie doch den Menschen dien’n |
| Wünschte, Spielotheken, Bordelle werden verbannt |
| Denn auch mich hatte damals der Teufel in seiner Hand |
| Wünschte, bevor man urteilt, zeigt man Einsicht |
| Denn zeigst du mit einem Finger auf andre, zeigen drei auf dich |
| Wünsch' mir Weltfrieden, wallah, auch wenn es albern klingt |
| Wünschte, eines Tages macht das alles Sinn |
| Wünschte, dass am Ende das Gute hier überwiegt |
| Wir sehen die, die wir lieben, wieder im Paradies |
| Jedes Kind, das verhungerte, jedes Kind aus dem Krieg |
| Jeden Unschuldigen, der dem Rassenhass unterliegt |
| Jeden, der für Freiheit starb wegen Politik |
| Jedes ethnische Opfer des schrecklichen Genozids |
| Wir hab’n Wünsche und auch Träume, die uns ausmachen |
| Doch damit der Traum wahr wird, musst du aufwachen |
| Um die Welt zu ändern, fang an bei dir |
| Denn ein Teil dieses Ganzen sind wir |
| Werf nicht deine Zukunft für bisschen gestanztes Papier |
| Fang an zu studier’n, dein’n Verstand fokussier’n |
| Glaub nicht alles, was die Medien sagen, und hinterfrag |
| Aber sei auch kein Verschwörungsspinner ohne 'nen Plan |
| Und egal, was du glaubst, was du fühlst, was du denkst |
| In erster Linie sind wir alle Mensch, Peace! |