| Wenn es regnet, spielt im Pavillon |
| Ein vergrämtes altes Grammophon |
| Niemand stellte es seit Jahren ein |
| Doch wenn es regnet, spielt es von allein |
| Wenn ein Liebespaar vorüberzieht |
| Spielt das Grammophon ein Liebeslied |
| Und als meine Tante mich besuchen kam |
| Ertönte «Glühwürmchen, Glühwürmchen, flimmre» |
| Bis sie Abschied nahm |
| One-step, Two-step, Shimmy spielt es fabelhaft |
| Alte Operettenmelodien |
| Wenn es blitzt und donnert, spielt es leidenschaftlich gern |
| «Grüß mir die schönen Frau’n im alten Wien!» |
| Immer lauter wird das Grammophon |
| In der Stube hör' ich jeden Ton |
| Mit den Regentropfen auf dem Dach |
| Spielt es im Takt die C-Moll-Suite von Bach |
| Langsam kommt das Grammophon in Schwung |
| Und man hört die Götterdämmerung |
| Dann kommt Mozart, dann der Marsch «Auf in die Schlacht!» |
| Und selbst die Leute in den Regenpfützen stehn sofort «Habt Acht» |
| Dann kommt Charleston, dann ein Zapfenstreich |
| Und die Nadel kratzt die Platten weich |
| Dann kommt Lohengrins Schwanengesang |
| Und dann kommt «Robes, Modes, für die Fenster Stores» |
| Jeder alte Schlager stundenlang! |
| Wenn der Regen langsam leiser wird |
| Und der Donner rar und heiser wird |
| Und der Wind kommt nur inkognito |
| Spielt das Grammophon pianissimo |
| Wenn ich dann in meinen Garten geh' |
| Und ein bisschen nach dem Rechten seh' |
| Und den Pavillon betreten will |
| Dann ist das Grammophon — auf einmal still |