| Rush Hour in der Stadt, ich sterbe tausend Tode |
| Du lenkst den Wagen vor mir und du fährst wie auf Probe |
| Die Ampel grün, du fährst bei gelb, und ich seh natürlich Rot |
| (ich steh auf Rot, für dich tut Not ein Fahrverbot) |
| Als ich dir fünf Minuten später verziehen habe |
| Treff ich dich wieder in der überfüllten Tiefgarage |
| Du nimmst den letzten freien Platz und ich schau zu wie ein Idiot |
| Und damit hast du es versaut |
| Und es dir mit mir für alle Zeit verbaut |
| Du wolltest kein Freund und kein Mitmensch |
| Kein Kumpel und auch kein Bekannter sein |
| Dafür warst du dir zu fein |
| Ich lad dich ein: sei mein Feind! |
| Am selben Tag, halb acht abends an der Kinokasse |
| Du stehst vor mir, ich ahne, dass ich dich gleich noch mehr hasse |
| Ja, ich bin wie von Sinnen, denn wie vorhin kriegst du den letzten Platz |
| (ich mache Rabatz, ich schneide 'ne Fratz, es ist für die Katz) |
| Ich plane um und kauf mir Karten für 'nen anderen Thriller |
| Du sagst «wie geil der Film, weil ganz am Schluss gewinnt der Killer» |
| Du wolltest kein Freund und kein Mitmensch |
| Kein Kumpel und auch kein Bekannter sein |
| Dafür warst du dir zu fein |
| Ich lad dich ein: sei mein Feind! |
| Ich suche nur noch deine Spur, verfolg dich bis zum jüngsten Tag |
| Werd alle Plagen auf dich jagen und dann |
| Schau ich voll Freud' zu, wenn du heut oder auch morgen bereust |
| Aber zu spät, Hass ist gesät, und dann bin ich taub, wenn du flehst |
| Und untergehst |
| Du wolltest kein Freund und kein Mitmensch |
| Kein Kumpel und auch kein Bekannter sein |
| Dafür warst du dir zu fein |
| Ich lad dich ein: sei mein Feind! |