| Der Wecker schreit umsonst, Fritze ist längst wach. |
| Denn bei ihm beginnt die Gewohnheit den Tag. |
| Jeden Morgen die gleiche Stelle, jeden Tag die gleiche Welle, |
| denn zur Arbeit geht es auf die Schnelle. |
| Nun steht er wieder vor dem Tor, doch begreifen kann er’s nicht. |
| Kein Mensch ist zu seh’n, denn das Werk ist lange dicht. |
| Die Fabrik, musst du wissen, ist fast so wie er, von außen zu seh’n, |
| doch von innen leer. |
| All die Jahre, Tag für Tag, läuft Fritze runter zum Keks-Kombinat. |
| Denn alles ist anders als es früher war und damit kommt er nicht mehr klar! |
| Die Zeit ist grausam, sie bleibt nicht steh’n, |
| doch Fritze hat sie vergessen mitzunehm’n. |
| Genau so wie früher macht er die gleiche Schicht, |
| nur steht er heute am Bahnhof und zieht sich dicht! |
| Der Alkohol ist nur ein schwacher Trost, |
| denn morgen schon wandert Fritze wieder los! |