| Berlin |
| Beim Klassentreffen im November |
| saß sie wieder neben Ihm, |
| es tat so gut mit Ihr zu reden, |
| und die Zeit schien still zu stehn |
| Sie sprach über Ihre Träume, |
| als der Groschen bei Ihm fiel |
| denn sie sagt Ihm sie träume |
| davon nach Berlin zu gehn |
| Dann hat er Sie lange angesehn |
| Wir beide lieben Berlin. |
| Wir ziehen irgendwann hin. |
| Wir beide Hand in Hand, |
| mittendrinn den Kuhdamm lang. |
| Du machst Dein Studium noch fertig |
| Und solang mach ich meinen Job |
| Und dann wir sehn, in drei vier Jahren |
| mit etwas Glück und wenn wir sparen |
| ziehn wir hin — |
| Wir beide lieben Berlin |
| Wir lieben uns und Berlin. |
| Im November wird die Tochter 11 |
| Berlin ein Traum wie eh und jeh |
| Die kleine geht noch ins Gymnasium, |
| bis zum Abi warten wir. |
| Und wie im Flug vergehn die Wochen |
| auch die paar Jahre gehen vorbei |
| Berlin wird sicher auf uns warten. |
| Und was wie brauchen ham wir hier |
| und die Kleine übt Klavier |
| Ist noch zu früh für Berlin |
| Wir ziehen irgendwann hin. |
| Wir beide Hand in Hand, |
| mittendrinn den Kudamm lang. |
| Und dabei könnten wir längst dort sein. |
| Doch hier läuft alles grad so gut. |
| Na ja mal sehn, in ein paar Jahren |
| mit etwas Glück und wenn wir sparen |
| ziehn wir hin — |
| ist noch zu früh für Berlin |
| ist noch zu früh für Berlin |
| Es ist wiedermal November |
| Er zündet Kerzen an für Sie, |
| auch seine Tochter ist heut bei Ihm |
| wie grau er geworden ist. |
| Sie sagt; Papa mach Die Traum war, |
| für die Zeit die Dir noch bleibt |
| Ihr habt doch immer nur geschuftet — |
| Zu spät für Mama wie Du siehst |
| Dann hat Er sie lange angesehn |
| Es ist zu spät für Berlin |
| Wir wollten immer dahin |
| In Träumen Hand in Hand |
| mittendrinn den Kudamm lang |
| Wir habens immer aufgeschoben, |
| doch Träume warten nicht auf Dich, |
| dann musst Du irgendwann begreifen |
| nicht alle Blütenträume reifen. |
| Ich will nicht ohne Sie hin. |
| Es ist zu spät für Berlin |
| Es ist zu spät für Berlin |
| Wir wollten immer dahin |
| In Träumen Hand in Hand |
| mittendrinn den Kudamm lang. |
| Wir habens immer aufgeschoben |
| Doch Träume warten nicht auf Dich |
| und irgendwann musst Du verstehn, |
| dass auch Träume schlafen gehn |
| Ich will nicht ohne Sie hin |
| Es ist zu spät für Berlin |
| Es ist zu spät für Berlin |
| (Dank an Kami-Katze für den Text) |